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Zahlen
China wähnt sich in ruhigeren Gewässern

Nissan-Fabrik im chinesischen Zhengzhou: Industrie geht es besser aber noch nicht gut. Reuters

Chinas Industrie kommt langsam wieder in Schwung. Im November haben die Fabriken mehr produziert, als Analysten erwartet hatten. Von früheren Wachstumszahlen ist man aber noch meilenweit entfernt.

Veröffentlicht am 12.12.2015

In China sind Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft zu erkennen. Die Industrie produzierte im November mehr als erwartet. Die Firmen stellten 6,2 Prozent mehr her als im Vorjahr, wie das nationale Statistikamt am Samstag mitteilte. Das ist das stärkste Plus seit fünf Monaten.

Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 5,6 Prozent gerechnet. Die Investitionen zogen an. Auch der Einzelhandel hatte mehr in den Kassen. Hier lag das Plus bei 11,2 Prozent und damit so hoch wie seit Jahresbeginn nicht.

Exporte schrumpfen seit Monaten

«Auch wenn die niedrigen Vergleichswerte aus dem Vorjahr das Wachstum stark ausfallen lassen, so müssen wir doch einräumen, dass die chinesischen Daten eine Stabilisierung erkennen lassen, wenn auch auf niedrigem Niveau», sagte Zhao Hao von der Commerzbank in Singapur.

Chinas Wirtschaft leidet unter einer schwachen Nachfrage sowohl im Inland wie auch weltweit. Die Ausfuhren schrumpfen nunmehr seit fünf Monaten in Folge. Auch die Bauwirtschaft schwächelt.

Peking stemmt sich gegen Abkühlung

Nach dem jahrelangen Boom steuert die Volksrepublik 2015 auf das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu. Die Regierung peilt ein Plus von sieben Prozent an - nach 7,3 Prozent im Vorjahr. Ökonomen erwarten für 2016 nur noch ein Plus von 6,5 Prozent.

Regierung und Zentralbank stemmen sich gegen die Abkühlung. Peking investiert verstärkt in die Infrastruktur, um die Konjunktur anzuschieben. Umgerechnet 412 Milliarden Euro sollen in den Ausbau des Schienennetzes fliessen. Die Zentralbank flankiert diese Massnahmen mit Zinssenkungen.

(reuters/gku)

 

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