Chinas Führung stemmt sich mit neuen Massnahmen gegen die Konjunkturabkühlung. Auf einer Kabinettssitzung unter Vorsitz von Ministerpräsident Li Keqiang wurde beschlossen, den Exporteuren stärker unter die Arme zu greifen. Dazu sollen Banken zur verstärkten Vergabe von Darlehen angeregt werden.

Zudem sollen Exportkreditversicherungen ausgeweitet und verstärkt Steuernachlässe für bestimmte Firmen - insbesondere im Maschinenbau - gewährt werden. Zuletzt zogen die Exporte im März erstmals seit neun Monaten wieder an. Zu Jahresbeginn hatte die Wirtschaftsleistung im Reich der Mitte nur um 6,7 Prozent zugelegt - das schwächste Wachstum seit Anfang 2009.

Ländliche Regionen im Fokus

Um für mehr Schwung zu sorgen, will die Regierung nun verstärkt in Verkehrsprojekte in ländlichen Regionen des Riesenreichs investieren. Ziel ist es laut Kabinettsbeschluss, bis 2020 ein modernes Verkehrsnetz mit Flughäfen, Eisenbahnstrecken und Schnellstrassen auch in strukturschwachen Gegenden aufzubauen. Dazu sollen eine Million Kilometer an Strassen gebaut werden, Brücken saniert und die Verkehrsverhältnisse so verbessert werden, dass die Regionen auch als Ziele für Touristen attraktiver werden.

(reuters/gku/chb)