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Äusserung
Chinas Premier Li räumt Wachstumsprobleme ein

Li Keqiang: Eigene Zielvorgaben sind schwer zu erreichen.   Keystone

Laut Li Keqiang sei das angepeilte Wachstum von 7 Prozent «nicht einfach» zu erreichen. Für die internationalen Finanzmärkte ist das ein schlechtes Signal.

Veröffentlicht am 17.10.2015

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang zeigt sich skeptisch, ob die heimische Wirtschaft so stark wachsen kann wie geplant. Der für 2015 angepeilte Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von um die sieben Prozent sei angesichts der globalen Konjunkturabkühlung «nicht einfach» zu erreichen, wurde Li am Samstag auf der Internetseite des Kabinetts zitiert.

Anlass zum Optimismus gebe der anhaltend robuste Arbeitsmarkt. Dieser profitiert insbesondere vom Dienstleistungssektor, während die Industrie bereits seit längerem schwächelt. Lis Äusserungen fielen nach Regierungsangaben kürzlich auf einem Treffen mit hochrangigen Vertretern der Provinzen.

China im Fokus der Finanzmärkte

Die Finanzmärkte legen derzeit ein besonderes Augenmerk auf China. Die grosse Frage ist, ob die dortige Konjunkturabschwächung eher sanft oder abrupt verläuft. Dies dürfte auch beeinflussen, wann die US-Notenbank (Fed) wieder die Zinsen anheben wird.

Am Montag werden Zahlen zum chinesischen BIP im abgelaufenen Quartal veröffentlicht. Experten rechnen mit einem Plus von nur noch 6,8 Prozent. Das wäre der schwächste Anstieg seit der Finanzkrise 2009. Im ersten Halbjahr lag der Zuwachs noch bei sieben Prozent.

(reuters/gku)

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