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Geldpolitik
Chinas Zentralbank erhöht Zinsen am Geldmarkt

Yuan-Scheine: China Geldpolitik könnte eher straffen werden. Keystone

Die chinesische Notenbank hat die Zinsen am Geldmarkt angehoben. Versucht sie so, die Immobilienblase in den Griff zu bekommen?

Veröffentlicht am 03.02.2017

Chinas Notenbank hat am Freitag überraschend Zinsen am Geldmarkt erhöht. Dies gilt an den Finanzmärkten als Signal, dass die Währungshüter ihre gesamte Geldpolitik eher straffen werden. Damit dürften auch Kapitalabflüsse gebremst werden.

«Es scheint, als ob man damit die Immobilienblase in den Griff bekommen will», sagte Analyst Naoto Saito vom Daiwa Institute of Research. Nach Einschätzung von China-Expertin Iris Pang von Natixis in Hongkong zielen die höheren Zinsen darauf ab, dass sich die Geschäftswelt nicht überschuldet. «Denn dazu könnte es kommen, wenn die Finanzierungskosten gering sind und die Liquidität hoch ist.»

Vorsichtige und stabile Geldpolitik

Die Zentralbank selbst kündigte eine weiter vorsichtige und stabile Geldpolitik an. Es gehe darum, sowohl eine rasche Verlangsamung des Wirtschaftswachstum zu vermeiden als auch übermässige Liquiditätsspritzen, schrieb Zentralbank-Manager Zhang Xiaohui in einem Beitrag für die Zeitschrift «China Finance», die der Notenbank nahesteht.

(sda/tno)

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