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Konjunktur
Frauen ans Steuer - der Wirtschaft zuliebe

Saudische Frau am Steuer: Nicht verboten, aber... (Bild: Keystone)

Der mächtige saudiarabische Prinz und Mövenpick-Hotels-Aktionär Al Walid bin Talal will den Frauen des Landes aus wirtschaftlichen Gründen das Recht zum Autofahren einräumen.

Veröffentlicht am 16.04.2013

Mindestens 500'000 ausländische Chauffeure könne man einsparen, rechnet Prinz Al Walid bin Talal vor. Darum müssten Frauen in Saudi Arabien endlich Auto fahren dürfen, erklärte der Milliardär und Neffe von König Abdullah am Sonntag über Twitter. Den konkreten Nutzen bezifferte der Prinz zwar nicht. Doch Regierungsvertreter äusserten sich in jüngster Zeit besorgt über die hohen Geldtransfers ausländischer Arbeitskräfte in ihre Heimatländer .

Frauen dürfen in dem konservativen Königreich nicht Autofahren. Dadurch sind sie auf die Dienste meist ausländischer Fahrer angewiesen. Viele Familien argumentieren, wenn die Frauen selbst fahren dürften, würde ihr verfügbares Einkommen steigen.

Grundsätzlich nicht an Frauen

Im Gefolge der Demokratie-Bewegung in anderen arabischen Ländern hatten Dutzende Saudi-Araberinnen 2011 für das Recht auf Autofahren demonstriert. Einige waren zeitweilig inhaftiert worden.

Die Verfassung verbietet Frauen das Autofahren nicht ausdrücklich. Nach den Gesetzen des Königsreichs müssen Fahrer aber einen saudiarabischen Führerschein vorweisen. Dieser wird grundsätzlich nicht an Frauen ausgegeben, so dass sie faktisch nicht ans Steuer dürfen.

Hotels und Technologie

Prinz Al Walid bin Talals Vermögen wird auf 20 Milliarden Dollar geschätzt. Er ist über seine Kingdom Holding unter anderem an Twitter, Four Seasons Hotels, Disyneland Paris und Mövenpick Hotels beteiligt.

(se/reuters)

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