Neun Monate nach der Atomkatastrophe von Fukushima befindet sich die havarierte Kernkraftanlage laut Japans Regierungschef Yoshihiko Noda «im Zustand der Kaltabschaltung».

Das Ziel, die in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom März schwer beschädigten Reaktoren bis zum Jahresende zu einem sogenannten «Cold Shutdown» und damit unter Kontrolle zu bringen, sei nun erreicht, sagte Noda weiter. Damit träten nicht länger beträchtliche Mengen an Radioaktivität in die Umgebung aus.

Umweltschützer kritisieren das als eine bewusste Irreführung der Bevölkerung. Nach Definition der Regierung und des Atombetreibers Tepco liegt eine Kaltabschaltung vor, wenn die Temperatur am Boden der Druckbehälter unter 100 Grad gehalten wird.

Probleme mit versuchtem Wasser

In dem Atomkraftwerk Fukushima war am 11. März durch ein Erdbeben der Stärke 9,0 und einem anschliessenden Tsunami das Kühlsystem so schwer beschädigt worden, dass die Brennstäbe in den Reaktoren 1 bis 3 vollständig schmolzen.

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Um die Reaktorkammern zu kühlen, besprühen die Reparaturtrupps sie weiter mit Wasser. Dazu errichtete Tepco ein Zirkulationssystem, mit dessen Hilfe inzwischen eine stabile Kühlung der Reaktoren gewährleistet sei. Die Entsorgung des verseuchten Wassers stellt weiter eines der grössten Probleme dar.

(tno/sda)