Das japanische Parlament hat endgültig ein Gesetz zur Einrichtung eines öffentlichen Entschädigungsfonds für die Betroffenen der Atomkatastrophe von Fukushima verabschiedet. Nach dem Unterhaus stimmte jetzt auch der Senat für das Gesetz, das den milliardenschweren Fonds begründet.

Wie viel Geld der Fonds auszahlen soll, ist in dem Gesetz nicht festgehalten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo will die Regierung in einem ersten Schritt zunächst umgerechnet knapp 20 Milliarden Franken in Form von Staatsanleihen einzahlen, weiteres Geld sollen die Betreiberfirma des Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, und weitere Atomunternehmen einzahlen.

Bisher nur langsame Auszahlung

Laut dem Gesetz soll Tepco letztlich für alle ausgezahlten Entschädigungen aufkommen. Die japanische Regierung und Tepco waren scharf dafür kritisiert worden, dass erste Entschädigungen bislang nur sehr langsam ausgezahlt wurden.

Nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März war es in Fukushima zum schwersten Atomunglück seit Tschernobyl vor 25 Jahren gekommen. Mehr als 80'000 Menschen mussten ein Evakuierungsgebiet im Radius von 20 Kilometern um das havarierte Atomkraftwerk verlassen, auch ausserhalb der Zone wurden einige besonders belastete Ortschaften geräumt.

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Die Atomkatastrophe hat auch der Landwirtschaft, Fischerei und Tourismusbranche schwer geschadet. Am Montag hatte Tepco mitgeteilt, dass an der Anlage die höchste radioaktive Strahlung seit dem Beginn der Katastrophe am 11. März gemessen wurde.

(laf/cms/awp)