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Konjunktur

Japan erwartet Mini-Wachstum

Hafen in Tokio: Der starke Yen macht der exportlastigen Wirtschaft zu schaffen. (Bild: Keystone)

Japan dürfte die Rezession im laufenden Quartal hinter sich lassen. Trotzdem: Rosig sind die Aussichten für die Wirtschaft des Landes nicht.

Veröffentlicht am 11.08.2011

Das krisengeplagte Japan stellt sich nach Erdbeben, Atomkatastrophe und Yen-Stärke auf mageres Wachstum ein. Regierungskreisen zufolge wurde die Prognose für das laufende Haushaltsjahr auf rund 0,5 von 1,5 Prozent zurückgestutzt.

Damit trage die Regierung von Ministerpräsident Naoto Kan der gesunkenen Industrieproduktion nach der Naturkatastrophe vom 11. März Rechnung, heisst es. Auch die immer härtere Landeswährung macht der exportlastigen Wirtschaft zu schaffen.

Notenbank steht Gewehr bei Fuss

Finanzminister Yoshihiko Noda warnte die Märkte scharf, die Regierung beobachte die Entwicklungen an den Devisenmärkten «äusserst genau» und stimme sich dabei mit den grossen Industriestaaten eng ab. Bei Bedarf steht demnach die Notenbank Gewehr bei Fuss, um den Kurs mit einer Intervention zu drücken.

Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Ökonomen zufolge wird das Fernost-Land im laufenden Quartal die Rezession aber hinter sich lassen. Demnach wird von Juli bis September ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,2 Prozent erwartet. Für die Monate Oktober bis Dezember sagen die Experten ein Plus von 1,0 Prozent voraus.

Maschinenbau ist Lichtblick

Einen Lichtblick lieferte bereits der Maschinenbau: Die Aufträge zogen im Juni zum Vormonat kräftig um 7,7 Prozent an. «Damit hat sich der Ausblick für die Investitionstätigkeit und somit eine kräftige Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr nochmals gefestigt», sagt Commerzbank-Experte Wolfgang Leim.

Er geht davon aus, dass die in den vorigen Monaten in Schwung gekommene Industrieproduktion und der Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben vom März die Investitionen ankurbeln werden.

(laf/tno/sda)

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