Ein starker Anstieg der Importe in die USA hat in der Handelsbilanz Japans im Juni überraschend zu einem Überschuss geführt. Nach einem revidierten Defizit von 910,4 Milliarden Yen (etwa 9,7 Milliarden Euro) im Vormonat (zuvor 907,3 Milliarden Yen) meldete die Regierung in Tokio ein Plus von 61,7 Milliarden Yen. Volkswirte hatten zuvor einen Fehlbetrag von 140 Milliarden Yen erwartet.

Während die gesamten Exporte den Angaben zufolge um 2,3 Prozent zum Vorjahr fielen und damit den ersten Rückgang seit vier Monaten verzeichneten, hätten die Ausfuhren in die USA um 15,1 Prozent im Jahresvergleich zugelegt.

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Dramatischer Einbruch bei EU-Exporten

Wie bereits in den Vormonaten machte sich erneut die Euro-Schuldenkrise in der japanischen Handelsbilanz stark bemerkbar. Im Handel mit Ländern der EU meldete die Regierung einen Einbruch um 21,3 Prozent zum Vorjahr. Dies sei bereits der neunte Rückgang in Folge gewesen.

Die Importe Japans gingen unterdessen den Angaben zufolge überraschend zurück. Auf Jahressicht sanken die Einfuhren um 2,2 Prozent. Experten hatten zuvor einem Zuwachs um 1,1 Prozent erwartet.

(chb/aho/awp)