Die japanische Regierung hat wie erwartet Haruhiko Kuroda als Chef der Notenbank nominiert. Kuroda ist Anhänger einer ultra-laxen Geldpolitik und liegt damit mit Regierungschef Shinzo Abe auf einer Linie.

Beide wollen die Notenpresse noch schneller rotieren lassen, um das asiatische Land aus der Wirtschaftskrise zu führen. Die Nachfolge an der Spitze der Notenbank wird nötig, da der geldpolitisch relativ gemässigt agierende Zentralbankchef Masaaki Shirakawa am 19. März abtritt.

Neben Kuroda wurden Kikuo Iwata, der sich für ungewöhnliche Schritte zur Lockerung der Geldpolitik starkmacht, und Notenbanker Hiroshi Nakaso als Stellvertreter nominiert, wie Genichiro Sata von der Regierungspartei am Donnerstag bekanntgab.

Die Personalien müssen nun von beiden Kammern des Parlaments abgenickt werden. Da Abe im Oberhaus die nötige Mehrheit fehlt, ist er auf Stimmen der Opposition angewiesen. Das Unterhaus soll am 14. März darüber abstimmen, das Oberhaus einen Tag darauf.

(chb/aho/sda)

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