Um Desaster wie im Atomkraftwerk Fukushima in Zukunft zu verhindern, will Japan alle übrigen Atomkraftwerke im Land so genannten Stresstests unterziehen. Das teilte Industrieminister Banri Kaieda nach Angaben japanischer Nachrichtenagenturen mit.

Um drohende Stromengpässe zu vermeiden, drängt die Regierung darauf, zu Inspektionen heruntergefahrene Atomkraftwerke zum Sommer wieder in Betrieb zu nehmen. Dabei stösst sie jedoch auf Widerstände bei umliegenden Gemeinden. Diese fordern schärfere Sicherheitsauflagen.

Im Sommer erhöht sich der Strombedarf in Japan wegen der vielen Klimaanlagen rapide. Schon jetzt steigt das Quecksilber stellenweise auf fast 40 Grad. Um Stromausfälle zu vermeiden, ist die Bevölkerung aufgerufen, Energie zu sparen. In Bahnhöfen, Bürogebäuden, Restaurants und anderen Orten bleiben daher viele Glühbirnen dunkel.

(laf/kgh/sda)