Die anhaltende Ungewissheit über die Geldpolitik der USA hat Asiens Börsen tief in den Keller geschickt. Besonders hoch waren die Kursverluste in Japan, wo der Nikkei -Index der 225 führenden Werte um 6,4 Prozent abstürzte. Der 225 Werte umfassende Leitindex notierte bei Handelsschluss bei 12'445 Punkten. Noch am Mittwoch hat er oberhalb der 13'000er-Marke geschlossen.

Für grosse Unruhe an den Märkten sorgt bereits seit einigen Wochen die Frage, wann die US-Notenbank Fed ihre Konjunkturhilfen zurückfahren wird. Dies setzt auch den Dollar unter Druck, der zur japanischen Währung deutlich auf 94,10 Yen absackte. Beschleunigt wurde der Börsenrutsch in Fernost durch einige Hedgefonds, die vor dem Ende des ersten Halbjahres Portfoliowerte verkauften, um Kasse zu machen.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte gut 2 Prozent schwächer. Bis der Fed am kommenden Mittwoch mehr Klarheit über die künftige Geldpolitik schaffen wird, dürften die Märkte ausgesprochen volatil bleiben, prognostizieren Analysten. Ein Portfoliomanager sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Markt, falls die Fed erst einmal eine Drosselung ihres Stimulus beschlossen und angekündigt hat, wahrscheinlich fallen, seinen Boden finden und dann wieder zulegen werde.

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In Tokio gerieten wegen der Kursgewinne des Yen vor allem Aktien von exportorientierten Unternehmen unter die Räder. Jene von Toyota verloren 4,6 Prozent an Wert und der Panasonic-Aktienkurs fiel um vier Prozent.

(muv/rcv/sda)