Japans Industrieproduktion ist erstmals seit zwei Monaten wieder gestiegen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie auf vorläufiger Basis bekanntgab, erhöhte sich der Ausstoss im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigt 4 Prozent.

Das ist deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten. Dies wird als Anzeichen dafür gesehen, dass sich die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Thailand abschwächen. Für Januar erwartet die Industrie ein weiteres Plus von 2,5 und im Februar von 1,2 Prozent.

Im Schlussquartal 2011 war der Ausstoss um 0,4 Prozent gesunken. Im Vorquartal hatte die Produktion dank wiederhergestellter Zulieferketten für die Auto- und Elektronikindustrie deutlich um 4,3 Prozent angezogen. Auf das gesamte Jahr bezogen sank die Produktion um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Arbeitslosenquote höher

Derweil bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt angespannt: Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember auf 4,6 Prozent nach 4,5 Prozent im November, wie die Regierung weiter bekanntgab.

Allerdings verbesserten sich die Aussichten für die Arbeitssuchenden, einen Job zu finden: Auf 100 Menschen, die offiziell eine Beschäftigung suchten, entfielen im Berichtsmonat 71 offene Stellen. Im November waren es noch 69 Stellen gewesen. Zugleich stiegen die durchschnittlichen Ausgaben der japanischen Haushalte um 0,5 Prozent.

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(laf/tno/sda/awp)