In Japan mehren sich die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung von der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe. Erstmals seit drei Monaten verbuchte das Land im Juni wieder einen Handelsüberschuss, wie das Finanzministerium mitteilt.

Er belief sich auf 70,7 Milliarden Yen (735 Millionen Franken). Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies allerdings einen Rückgang um 89,5 Prozent.

Durch die Katastrophe im Nordosten des Inselreiches waren die Lieferketten unterbrochen, wodurch die Produktionsprozesse und der Export erheblich verlangsamt wurden. Doch die Lage hat sich inzwischen spürbar verbessert.

Die Exporte verlangsamten sich im Berichtsmonat um 1,6 Prozent und damit im vierten Monat in Folge. Die Importe legten um 9,8 Prozent zu.

Bezogen auf die ersten sechs Monate des laufenden Kalenderjahres ergab sich unter dem Strich ein Handelsbilanzdefizit von 895,5 Milliarden Yen. Das ist vor allem auf einen Rückgang der Exporte in den Monaten April und Mai in der Folge der Naturkatastrophe vom 11. März zurückzuführen. Die Exporte schrumpften um drei Prozent, die Importe stiegen um 10,9 Prozent.

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(laf/tno/sda)