Eine starke Nachfrage aus dem Ausland hat Japans Industrie zur kräftigsten Steigerungsrate seit fast sechs Jahren verholfen. Die Firmen haben im April vier Prozent mehr hergestellt als noch im März, wie aus Daten des Wirtschaftsministeriums in Tokio hervorgeht.

Das ist zwar etwas weniger als von Reuters befragte Analysten vorhergesagt hatten, aber immer noch der stärkste Anstieg seit Juni 2011. Zudem ist die Produktion inzwischen so hoch wie seit Oktober 2008 nicht mehr.

«Trend zeigt weiter nach oben»

«Der Trend zeigt weiter nach oben», sagte Norio Miyagawa, Ökonom beim Wertpapierhändler Mizuho Securities. «Das ist ein guter Auftakt für das zweite Quartal und lässt auf Wirtschaftswachstum hoffen.»

Rund lief es bei den Produzenten von Speicherchips und Displays. Auch Autos und Autoteile waren gefragt. Allerdings stiegen die Lagerbestände den fünften Monat in Folge an, insbesondere bei Autos und Lastwagen. Ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums sagte, das habe möglicherweise auch damit zu tun, dass sich die Auslieferungen vor Feiertagen Anfang Mai verzögerten.

Gute Exporte und robuste Inlandnachfrage

Für Mai rechnen die vom Ministerium befragten Produzenten mit einem Rückgang der Produktion um 2,5 Prozent, für Juni erwarten sie aber wieder einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Japans Wirtschaft hat im ersten Quartal das kräftigste Wachstum seit einem Jahr geschafft und dabei von guten Exporten sowie einer robusten Nachfrage der Konsumenten profitiert.

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(sda/gku/chb)