Die japanische Notenbank hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Die Bank von Japan (BOJ) bekräftigte am Mittwoch wie erwartet ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und Wertpapieren von jährlich 80 Billionen Yen.

Die Zentralbank behielt ihre Einschätzung der Konjunktur vom vergangenen Monat bei. «Japans Wirtschaft erholt sich weiterhin moderat, obwohl Exporte und Produktion von der Abkühlung in den Schwellenländern beeinflusst werden», teilte die BOJ mit.

Japan muss Deflation überwinden

Die Notenbank pumpt so viel Geld in die Wirtschaft, um der Deflationsspirale zu entkommen. Die nach den USA und China drittgrösste Volkswirtschaft der Welt litt jahrelang unter fallenden Preisen: Verbraucher hielten sich in Erwartung immer weiter sinkender Preise mit Käufen zurück, was Umsatz, Gewinn und Investitionen der Unternehmen drückte.

In Marktkreisen gibt es Spekulationen, dass die BOJ vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Abschwächung in China die geldpolitischen Zügel früher oder später noch weiter lockern könnte.

(sda/gku)