Japan hat die Einigung auf das transpazifische Freihandelsabkommen TPP als grossen Gewinn für die heimische Wirtschaft begrüsst. Es werde «unser Leben reicher machen», sagte Ministerpräsident Shinzo Abe am Dienstag. Das Abkommen unter Führung der USA war am Vortag zwischen zwölf Pazifikanrainerstaaten geschlossen worden. Es umfasst bis zu 40 Prozent der Weltwirtschaft und wäre damit die grösste Freihandelszone der Welt.

Angesichts massiver Widerstände seitens Japans bislang abgeschottetem Agrarsektor kündigte Abe einen Sonderstab an, der die Bedenken ausräumen soll. Man habe die «bestmöglichen Ergebnisse im Einklang mit den nationalen Interessen» erzielt, bekräftigte der Premier.

Starke Widerstände

TPP (Trans Pacific Partnership) soll die meisten Zollschranken für Handel und Investitionen im transpazifischen Raum abbauen. Japan, die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt, hat jedoch im Verlauf der jahrelangen zähen Verhandlungen Konzessionen für wichtige Agrargüter erwirken können.

So soll den USA jährlich eine zollfreie Einfuhrquote von 50'000 Tonnen an Reis und Australien von 6000 Tonnen eingeräumt werden, während ansonsten weiter hohe Einfuhrzölle gelten. Ab dem 13. Jahr nach Inkrafttreten des Abkommens werden die Importquoten für die USA und Australien auf 70'000 beziehungsweise 8400 Tonnen angehoben.

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TPP muss aber zuerst von den Mitgliedsländern abgesegnet werden. Nicht nur in Japan, auch in anderen Ländern gibt es starke Widerstände dagegen.

(sda/gku)