Als Zeichen für die schwache Konjunktur in China sind die Erzeugerpreise im Mai den 51. Monat in Folge gefallen. Das Minus der Preise auf Grosshandelsebene betrug 2,8 Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking berichtete. Analysten hatten allerdings mit einem Rückgang um 3,2 Prozent gerechnet.

Die Verbraucherpreise legten im Mai trotz der ungewöhnlich hohen Steigerung der Schweinefleischpreise nur um zwei Prozent zu. Hier rechneten die Experten mit einem Plus von 2,2 Prozent.

Raum für eine Lockerung

Die niedrige Inflation zeigt die schwache Nachfrage in der zweitgrössten Volkswirtschaft, die sich am Vortag auch schon in den jüngsten Aussenhandelszahlen gezeigt hatte. Experten meinten, die Verbraucherpreisentwickelung, die unter den amtlich angestrebten drei Prozent liegt, biete weiter Raum für eine Lockerung der Geldpolitik.

Die chinesische Wirtschaft wuchs im ersten Quartal mit 6,7 Prozent so langsam wie seit der globalen Finanzkrise vor sieben Jahren nicht mehr.

(awp/gku)