Die Wirtschaft Nordkoreas hat 2014 zwar zugelegt, schätzt Südkorea. Das wäre das vierte Plus in Folge, allerdings hat sich das  Doch das Wachstum verlangsamt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe 2014 1,0 Prozent betragen, nach 1,1 Prozent im Vorjahr, wie die Zentralbank in Seoul am Freitag mitteilte. Das kommunistische Regime in Pjöngjang selbst gibt keine Daten bekannt.

Agrarproduktion geht zurück

Während die Bautätigkeiten anstiegen, gingen den Schätzungen zufolge sowohl die Agrarproduktion als auch die Förderung von Rohstoffen wie Kohle und Eisenerz in Nordkorea zurück. Die Exporte seien um 1,7 Prozent auf 3,16 Milliarden Dollar gefallen, die Importe, darunter vor allem von Maschinen und Textilien, jedoch um fast acht Prozent auf 4,45 Milliarden Dollar gestiegen. Rund 80 Prozent des nordkoreanischen Aussenhandels laufen über die Grenze mit China.

Nach den Schätzungen aus Südkorea betrug im vergangenen Jahr das jährliche Pro-Kopf-Einkommen in dem wirtschaftlich maroden, aber hochgerüsteten Nachbarland 1,39 Millionen südkoreanische Won, umgerechnet rund 1160 Franken. Die Bank greift bei den BIP-Berechnungen unter anderem auf Daten von Forschungsinstituten zurück, die sich auf Nordkorea spezialisiert haben.

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(sda/me/hon)