Die Regierung in Peking wird ausländischen Investoren schon bald erlauben, mit der Landeswährung in China Wertpapiere im Wert von bis zu 20 Milliarden Yuan (2,4 Milliarden Franken) zu kaufen, wie Vize-Ministerpräsident Li Keqiang bei einem Besuch in Hongkong erklärte.

Zudem will China die Bedeutung Hongkongs als einziges Yuan-Handelszentrum ausserhalb des chinesischen Festlands stärken. Li hielt sich gemeinsam mit Notenbankchef Zhou Xiaochuan in Hongkong auf, weil das Land dort die bislang grösste Offshore-Anleihe in Yuan verkaufte.

Auch Firmen vom chinesischen Festland dürfen den Plänen zufolge schon bald Yuan-Anleihen in Hongkong auflegen - dies könnte der Bedeutung des Yuan nach Ansicht von Finanzexperten einen weiteren grossen Schub geben. Bislang haben Investoren in Hongkong nämlich nur sehr begrenzte Möglichkeiten, ihre Yuan-Bestände profitabel anzulegen.

China will die Firmen langfristig dazu bringen, im internationalen Handel nicht nur auf den Dollar zu setzen. Hierbei fungiert Hongkong als Handelsplatz ausserhalb des chinesischen Festlandes mit grossem Erfolg als Testlabor: In weniger als zwei Jahren haben sich dort die Einlagen in Yuan mehr als versiebenfacht.

(rcv/laf/tno/sda)

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