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Griechenland
Athen: Arbeitslosigkeit auf dem tiefsten Stand seit 2012

Griechenland: Die Arbeitslosigkeit fiel auf den tiefsten Stand seit Juli 2012. Keystone

Gute Nachrichten von Europa Sorgenkind: Die griechische Arbeitslosigkeit fiel auf den tiefsten Wert seit drei Jahren. Zuletzt waren im Juli 2012 gleich viele Personen ohne Arbeit.

Veröffentlicht am 06.05.2015

Die Lage am griechischen Arbeitsmarkt hellt sich etwas auf. Die Arbeitslosigkeit fiel im Februar auf den tiefsten Stand seit Juli 2012, wie das nationale Statistikamt Elstat am Mittwoch mitteilte. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote fiel zwar leicht auf 25,4 von 25,6 Prozent im Januar, bleibt damit aber mehr als doppelt so hoch wie im Euro-Raum.

Die griechische Wirtschaft ist 2014 nach sechs Jahren Rezession erstmals wieder leicht gewachsen. Nach einem Plus von 0,7 Prozent dürfte das Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung der EU-Kommission in diesem Jahr nur um 0,5 Prozent zulegen und damit deutlich schwächer als ursprünglich erhofft. Der Schuldenstreit untergräbt die wirtschaftliche Gesundung Griechenlands.

Schuldentragfähigkeit gefährdet

Die schwindende Dynamik gefährdet ausserdem die Schuldentragfähigkeit des Landes: Einem griechischen Regierungsvertreter zufolge dringt der IWF deshalb auf einen Schuldenerlass. Die EU-Kommission hält eine Debatte über einen solchen Schritt jedoch für verfrüht. Sie will erst die zähen Reformgespräche beenden.

Die EU-Kommission knüpft ihre Wachstumsprognose an die Voraussetzung, dass Griechenland bis Juni eine Einigung mit den Geldgebern über die Reformauflagen für weitere Kredite gelingt. Sie erwartet, dass die Schuldenstandsquote dieses Jahr auf einen Rekord von 180,2 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) klettert. Für 2016 erwartet die EU-Kommission dann einen Rückgang der Quote auf 173,5 Prozent. In der EU gilt normalerweise eine Obergrenze von 60 Prozent.

(reuters/ise/hon)

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