Die Rating-Agentur Moody's schätzt die Lage der griechischen Banken als extrem schwierig ein. Angesichts der schwindenden Liquidität und Puffer sei es wahrscheinlich, dass Kapitalkontrollen eingeführt und Konten gesperrt würden, teilten die Bonitätswächter am Mittwoch mit.

Auf lange Sicht sei es für die Banken wohl erforderlich, zusätzliches Kapital aufzunehmen. Auch sei es wahrscheinlich, dass die Notenbank den griechischen Geldhäusern weiterhin stark finanziell unter die Arme greifen müsse.

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Ausblick: «Negativ»

Moody's bewertet den Ausblick für das Bankensystem als «negativ», womit weitere Herabstufungen der Bonitätsnoten im Raum stehen. Dazu hätten die finanziellen Verpflichtungen des Landes wie auch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Weiterführung des Hilfsprogramms der internationalen Gläubiger beigetragen. Allein seit Dezember haben Anleger laut Rating-Agentur mehr als 30 Milliarden Euro abgezogen.

Griechenland steht kurz vor dem Bankrott. Seit Monaten ringt die von der linken Syriza-Partei geführte Koalition in Athen um die Auszahlung von weiteren 7,2 Milliarden Euro aus dem am 30. Juni endenden zweiten Hellas-Hilfspaket. Zugleich muss sie aber ihre Schulden bedienen, um nicht in die Pleite zu rutschen.

(reuters/ise)