Das schuldengeplagte Griechenland hat sich erneut kurzfristig 1,3 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt. Der Zinssatz für die dreimonatigen Papiere beläuft sich auf 2,13 Prozent. Er lag damit deutlich niedriger als bei vergleichbaren Titeln im Vormonat mit 2,45 Prozent Zinsen, wie die Schuldenagentur PDMA mitteilte.

Löcherstopfen

Athen leiht sich regelmässig kleinere Beträge dieser Art, um Löcher im Haushalt zu stopfen. Bereits am 10. April - fast vier Jahre nach dem finanziellen Sturz bis an den Abgrund - hatte sich Griechenland erstmals wieder Kapital bei privaten Investoren mit einer längeren Laufzeit beschafft. Athen sammelte damals mit einer Staatsanleihe über eine Laufzeit von fünf Jahren drei Milliarden Euro ein. Es kursieren Gerüchte, wonach Athen einen zweiten solchen Marktgang im Juni wagen könnte.

(awp/chb)