Die schlechten Nachrichten aus den Schwellenländern reissen nicht ab: Die indische Wirtschaftskraft ist schwächer als erwartet gewachsen. Im zweiten Quartal habe das Bruttoinlandprodukt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,0 Prozent zugelegt, teilte die indische Statistikbehörde am Montag mit. Ökonomen hatten einen stärkeren Zuwachs um 7,4 Prozent erwartet. Im ersten Quartal hatte das Wachstum noch 7,5 Prozent betragen.

Zwar profitiert Indien zurzeit als Öl- und Gas-Importland von den niedrigen Rohstoffpreisen. Dennoch sehen Experten das Potential noch nicht ausgeschöpft. Die Regierung müsse wichtige Reformen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Landbesitz und Steuerrecht anpacken, so die Kritik. Zudem sehen Ökonomen erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der Infrastruktur.

Welle von Hiobsbotschaften

Die enttäuschenden Zahlen aus Indien reihen sich ein in vermehrte Hiobsbotschaften aus den Schwellenländern. Insbesondere aus Brasilien, China und Russland waren zuletzt schlechte Nachrichten zur Entwicklung der Wirtschaft gekommen.

(awp/mbü/gku)