Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich ist im Oktober 2015 gegenüber dem Vormonat leicht gesunken, und zwar um 0,5 auf 99,8 Punkte. Das Barometer bewege sich aber weiterhin nahe beim langjährigen Durchschnitt, heisst es in einer Mitteilung der KOF. Der Vormonatswert wurde derweil auf 100,3 von 100,4 Punkten revidiert.

Der für Oktober ausgewiesene Wert liegt am unteren Rand der Schätzungen von Experten: Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 99,6 und 103,0 Punkten prognostiziert. Die grosse Mehrheit hatte allerdings mindestens 100 Punkte veranschlagt.

Banken belasten

Laut der KOF üben die Indikatoren in den Bereichen Banken, Bau- und Gastgewerbe leichten Abwärtsdruck auf das Barometer aus. Abgefedert werde die Tendenz von den eher verbesserten Perspektiven für den Konsum sowie von einer stabilen Entwicklung des Verarbeitenden Gewerbes und den Exportchancen. Insgesamt seien die Veränderungen aber in allen diesen Indikatorenbündeln trotz leicht gegenläufiger Wirkungskräfte im Oktober sehr gering.

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes zeigten sich nach Branchen ebenfalls nur leichte Ausschläge der Indikatoren. Auf der positiven Seite stünden dabei der Metall- und der Holzbereich sowie die Chemie. Dagegen verzeichneten die Textilindustrie, die Nahrungsmittelhersteller und der Elektrobereich negative Vorzeichen.

Wettbewerbsposition weiter verschlechtert

Zwar habe sich die Wettbewerbsposition der Schweizer Unternehmen im Oktober weiter verschlechtert, doch würden die Firmen von einer generell etwas besseren internationalen Entwicklung profitieren. Daher entspanne sich die Geschäftslage der Unternehmen leicht, was sich auch in den Indikatoren für die Ertragslage, die Produktion und die Beschäftigung widerspiegle.

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Das KOF Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es ist ein Sammelindikator, der sich aus 238 Einzelindikatoren zusammensetzt.

(awp/dbe/chb)