Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist im Juni 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent auf 99,4 Punkte gesunken (Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,0 Prozent, verglichen mit Jahresraten von +0,2 Prozent im Mai 2014 und -0,1 Prozent im Juni 2013.

Der Rückgang sei vorwiegend auf den teilweise beginnenden Ausverkauf im Bekleidungssektor vor allem im Damensortiment zurückzuführen, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mit. Ausserdem seien Steinobst, Flugreisen und Hotelübernachtungen ebenfalls günstiger geworden. Auf der anderen Seite seien unter anderem die Preise für Gemüse saisonbedingt angestiegen.

Entwicklung erfüllt Erwartungen

Die Preis-Entwicklung im Berichtsmonat lag im Rahmen der Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten eine monatliche Index-Veränderung von -0,1 bis +0,1 Prozent und eine Jahresteuerung im Bereich von 0,0 bis +0,2 Prozent prognostiziert.

Rückläufig waren laut dem BFS die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (-2,2 Prozent), Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,3 Prozent), Restaurants und Hotels (-0,2 Prozent), Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,2 Prozent) sowie Verkehr (-0,1 Prozent).

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Alkohol und Tabak sind teurer

Gestiegen seien die Indizes der Hauptgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,5 Prozent), Alkoholische Getränke und Tabak (+0,3 Prozent) sowie Wohnen und Energie (+0,1 Prozent). Unverändert geblieben seien die Indizes der Hauptgruppen Gesundheitspflege, Nachrichtenübermittlung sowie Freizeit und Kultur. Im Bereich Erziehung und Unterricht habe keine Erhebung stattgefunden.

Die Preise der Inlandgüter blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert und jene der Importgüter gingen um 0,3 Prozent zurück

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Schweiz, anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, sank gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat um -0,1 Prozent.

(awp/dbe/sim)