Das Konsumklima in der Schweiz hat im September von sinkenden Importpreisen profitiert. Bei schlechterer Stimmung im Detailhandel führten zu tieferen Frankenpreisen im Ausland produzierte Neuwagen erneut zu leicht höheren Neuimmatrikulationen.

Der UBS-Konsumindikator blieb im September mit 1,65 Punkten praktisch unverändert, wie die Grossbank UBS am Dienstag mitteilte. Zuvor war der Indikator fünfmal in Folge angestiegen.

Einkaufstourismus belastet

Das Geschäft im Schweizer Detailhandel entwickelte sich im Berichtsmonat harzig. Der Grund dafür ist, dass ein grosser Teil der Kosten in der Schweiz anfallen. Zudem entwickelte sich laut UBS der Konsum nicht zuletzt auch wegen des Einkaufstourismus eher schwach.

Positiv auf das Konsumklima wirkte sich aus, dass im September sich erneut mehr Schweizer ein neues Auto anschafften. Über die ersten drei Quartale 2015 betrachtet ergibt dies hier eine Zunahme um gut 9 Prozent im Vorjahresvergleich. Daher ist nach Ansicht der UBS-Ökonomen in der Schweiz weiterhin ein solides Konsumwachstum zu erwarten.

Konsum treibt BIP

Der UBS-Konsumindikator zeigt laut UBS mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.

Anzeige

(reuters/dbe/hon)