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Bankbranche sucht händeringend nach Personal

Paradeplatz: Die Schweizer Bankenbranche sucht Personal. Keystone

Der Personalbedarf in der Schweizer Bankbranche nimmt im zweiten Quartal markant zu.

Veröffentlicht am 06.07.2015

In der Schweizer Finanzbranche ist der Personalbedarf im zweiten Quartal 2015 sprunghaft angestiegen. So nahm die Zahl der ausgeschriebenen Stellen per Ende Juni gegenüber dem Vorquartal um 7 Prozent auf 4'436 zu, wie aus dem veröffentlichten JobDirectory-Index des Finanzportals Finews hervorgeht. Dabei entwickelten sich die Bank- und die Versicherungsbranche gegenläufig.

1784 offene Jobs

Bei den Banken hat sich die Zahl der offenen Stellen stark um 20 Prozent auf 1'784 Stellen erhöht. Das nahende Ende des US-Steuerstreits, der kommende Automatische Informationsaustausch (AIA) mit dem Ausland sowie der Innovationsdruck durch neue Fintech­Geschäftsmodelle hätten die Nachfrage in allen Bereichen der Bankbranche belebt, so Finews.

Demgegenüber nahm der Personalbedarf in der Versicherungsbranche ab. Dort ging die Anzahl offener Stellen im zweiten Quartal um 7,7 Prozent auf 1'121 zurück. Die Schweizer Assekuranz befinde sich offenbar noch in einem Prozess der Kostenanpassung, den die Finanzhäuser schon hinter sich hätten, so die Mitteilung. Bei den übrigen Finanzfirmen (IT, Beratung, Wirtschaftsprüfung) sind die offenen Stellen per Ende Juni gegenüber Ende März um 5,9 Prozent auf 1'531 gestiegen.

Beim Blick auf die einzelnen Institute zeigt sich, dass der Personalbedarf bei der UBS um knapp 15 Prozent auf 379 offene Positionen angestiegen ist, und bei der Credit Suisse ein Plus von 12 Prozent auf 539 resultiert hat. Bei der UBS seien nach dem grossen Ausbau in den Sparten Compliance, Risk, Legal und Tax jetzt erstmals auch wieder vermehrt Produktspezialisten, Sachbearbeiter und Assistenten gesucht.

Regional- und Retailbanken stellen am meisten ein

Am meisten Personal suchen aktuell Regional- und Retailbanken (241 offene Stellen; +22 Prozent), gefolgt von den Kantonalbanken mit 224 offenen Stellen (+37 Prozent). Die Privatbanken hatten Ende Juni 194 ausgeschriebene Stellen gegenüber 119 Positionen drei Monate zuvor, was einem signifikanten Plus von 63 Prozent entspricht. Selbst die Auslandsbanken verzeichnen mit momentan 168 ausgeschriebenen Stellen eine Zunahme von 9,1 Prozent.

In den vergangenen zwölf Monaten ist die Nachfrage der Banken mit Ausnahme des ersten Quartals 2015 laufend gestiegen. Im Vergleich zum Juni 2014 haben die Banken 24 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben. Dagegen war die Tendenz bei den Versicherungen kontinuierlich rückläufig, und im Zwölfmonatsvergleich zeigt sich ein Rückgang um 8,9 Prozent.

(awp/chb)

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