Fallen die Bilateralen Verträge weg, würden Schweizer Maschinenhersteller mit drastischen Massnahmen darauf reagieren. Dies geht aus dem bisher noch unveröffentlichten Bericht zur Studie hervor, die Bakbasel im Auftrag des Industrieverbands Swissmem durchgeführt hat und der «Handelszeitung» vorliegt. Knapp 70 Prozent der 184 Firmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, geben an, in diesem Fall einen Einstellungsstopp zu verfügen oder Personal abzubauen.

Bei den Grossunternehmen wäre dies sogar bei fast 85 Prozent der Fall. Mehr als die Hälfte der Unternehmen würde überdies die Investitionen in der Schweiz zurückfahren und stattdessen stärker in der EU investieren. Fast die Hälfte schliesslich würde einzelne Unternehmensteile oder gar das gesamte Unternehmen in den EU-Raum verlagern.

Kleine haben wenig Spielraum

Letzteres trifft vor allem auf mittlere und grössere Unternehmen zu, die bereits diverse Standorte im Ausland haben: «Für sie ist der Verlagerungsschritt in einen bestehenden Standort vergleichsweise klein», sag Swissmem-Direktor Peter Dietrich.

Weniger Handlungsspielraum dagegen hätten kleinere Firmen: «Geraten sie in Schwierigkeiten, stehen die Unternehmer schnell vor der Frage, ob sie den Betrieb schliessen, verkaufen oder in seiner Gesamtheit verlagern müssen», so Dietrich.

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