Die Ölpreise sind am Montagabend stark gestiegen. Zuvor waren US-Zahlen zur Ölproduktion nach unten korrigiert worden. Zudem hatte die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) angekündigt, Gespräche mit anderen Ländern über faire Preise am Ölmarkt führen zu wollen.

Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober kletterte am frühen Abend um 2,24 Dollar auf 47,47 Dollar und war so teuer wie seit einem Monat nicht.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 52,63 Dollar. Das waren 2,54 Dollar mehr als am Vortag.

EIA korrigierte Zahlen

Der starke Preisanstieg hatte begonnen, nachdem die US-Energiebehörde EIA ihre Zahlen zur Ölproduktion in den USA nach unten korrigiert hatte. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg war die Produktionsmenge für den Monat Juni deutlich geringer ausgefallen als bislang angenommen.

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Zudem hatte die OPEC in einer am Montag veröffentlichten Publikation betont, sie sei bereit, Gespräche mit allen anderen Ölexportländern zu führen. Demnach sollen Bedingungen am Ölmarkt geschaffen werden, die faire und gerechtfertigte Preise ermöglichen.

Wochenlanger Preisrutsch

Bereits seit Mitte vergangener Woche hatten sich die Ölpreise wieder etwas erholt, nachdem sie nach einem wochenlangen Preisrutsch auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren gefallen waren.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Freitag bei 45,19 Dollar pro Barrel (159 Liter) gelegen habe. Das waren 2,82 Dollar mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

(awp/mbü)