Die Wirtschaftswelt strich sich den 17. und 18. September dick in der Agenda an. Dann findet nämlich die nächste geldpolitische Sitzungdes Federal Reserve an. Was die ie Notenbank der USA da tut, wird für die Konjunktur und die Börse entscheidend sein. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ist die Tendenz klar. Sie wird sie den Startschuss zur Reduzierung ihrer Konjunkturhilfen geben.

Das Federal Reserve dürfte dabei aber vorsichtiger vorgehen als zuletzt angenommen. Das erwartet die Mehrheit der Primärhändler von US-Staatsanleihen. Volkswirt Tom Porcelli von RBC Capital Markets sagt, das Wirtschaftswachstum sei für das Fed stark genug, um eine geldpolitische Wende einzuläuten. Die Notenbank pumpt derzeit jeden Monat 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft - über den Kauf von Immobilienpapieren und Staatsanleihen.

Moderate Drosselung zum Start

Mittlerweile 13 (zuletzt: 9) von 18 Primärhändlern gehen davon aus, dass die Fed dann eine Senkung der Aufkäufe beschliessen wird. Mehrere sagen voraus, dass diese Änderung bereits ab Anfang Oktober greifen soll. Doch die meisten Befragten stellen sich auf eine moderatere Drosselung ein. Im Mittel erwarten die Primärhändler, dass das Kaufvolumen um zunächst lediglich 15 (18) Milliarden Dollar zurückgenommen wird. «Wegen des trüben Arbeitsmarktberichts glauben wir, dass das Fed sich für eine weniger aggressive Drosselung der Käufe entscheiden wird», sagte Ökonom Brett Ryan von der Deutschen Bank. Die Unternehmen in der weltgrößten Volkswirtschaft schufen in den Sommermonaten Juni bis August deutlich weniger neue Stellen als erhofft. 

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(reuters/se)