Der frühere US-Finanzminister Timothy Geithner will sich auch nach dem überraschenden Rückzug des aussichtsreichen Kandidaten Lawrence Summers nicht um den Posten des US-Notenbankchefs bewerben. Das verlautete am Sonntag aus dem engen Umfeld Geithners.

Er bleibe fest bei seiner Meinung, die er bereits im Januar anlässlich seines Rücktritts als Finanzminister geäussert habe, hieß es. Damals habe Geithner gesagt, der nächste Fed-Chef nach Amtsinhaber Ben Bernanke werde nicht er selbst sondern jemand anderer.

Bernankes Amtszeit endet im Januar 2014. Geithner ist ein enger Vertrauter von US-Präsident Barack Obama und wurde immer wieder als nächster Notenbankchef gehandelt.

Schaden von der Regierung abwenden

Summers, der unter Präsident Bill Clinton Finanzminister und später für Obama als Wirtschaftsberater tätig war, hatte am Sonntag seine Kandidatur zurückgezogen und dies mit einem heftigen Gegenwind für seine Bewerbung begründet. Er wolle mit seinem Rückzieher möglichen Schaden von der Regierung, der Fed und der Wirtschaft wenden.

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Obama sagte, er akzeptiere Summers' Entscheidung. Nun dürften die Chancen für Fed-Vizechefin Janet Yellen gestiegen sein, die neben Summers als aussichtsreichste Kandidatin gilt.

(reuters/vst/jev)