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USA
Bernanke zweifelt an Wachstum mit Steuersenkung

Ben Bernanke (l.): Hier mit Mario Draghi. Keystone

Der frühere Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, hegt massive Zweifel am von der US-Regierung versprochenen Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Trump hat gar vier Prozent Wachstum versprochen.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Ex-US-Notenbankchef Ben Bernanke hegt massive Zweifel am von der US-Regierung versprochenen Wirtschaftswachstum von drei Prozent. «Dauerhaft ist es bestimmt möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich», sagte Bernanke dem Sender CNBC.

Kurzfristig könnten Steuersenkungen zwar für ein stärkeres Wachstum sorgen, weil die Nachfrage und die Konsumfreude steigen würden. Ein langfristiges Wachstum gebe es so aber «wahrscheinlich nicht».

Vier Prozent Wachstum ausgerufen

US-Finanzminister Steven Mnuchin bekräftigte hingegen auf CNBC die Einschätzung der Regierung, dass Steuerkürzungen und weniger Regulierung die Wirtschaft des Landes um drei Prozent oder mehr ankurbeln würden. Auf der Internetseite des Weissen Hauses ist weiterhin gar die Rede von vier Prozent Wirtschaftswachstum - einem Wahlversprechen von Präsident Donald Trump.

Die US-Regierung hatte am vergangenen Mittwoch ihre umfangreichen Steuersenkungspläne vorgestellt. Demnach soll die von Unternehmen zu zahlende Körperschaftsteuer von 35 auf 15 Prozent sinken. Bei der Einkommensteuer soll es nur noch drei statt bislang sieben Sätze geben.

Die Pläne sollen hauptsächlich über höhere Steuereinnahmen aus dem erhofften wirtschaftlichen Aufschwung gegenfinanziert werden. Ob dies jedoch funktioniert, wird von Ökonomen bezweifelt.

(sda/chb)

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