Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz haben sich im September vor allem wegen tieferen Preisen für Erdöl und Erdgas erneut rückläufig entwickelt. Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 97,3 Punkten (Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist resultierte ein Rückgang um 1,4 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Der Produzentenpreisindex blieb im September gegenüber dem Vormonat insgesamt unverändert bei einem Stand von 98,1 Punkten, gegenüber dem Vorjahr resultierte ein Preisrückgang von 1,0 Prozent. Preisrückgänge verzeichneten im Monatsvergleich insbesondere Schlachtschweine, Schweinefleisch und isolierte Elektrokabel. Höhere Preise registrierte man dagegen für Frischgemüse, Rohmilch und Schlachtrinder.

Schweizer Produzenten- und Importpreise sinken auch im September

Die Preise für den Inlandabsatz blieben für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie zum Vormonat unverändert, die Exportpreise sanken dagegen um 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 1,0 Prozent tiefer, bei den Exportpreisen betrug der Jahresrückgang 1,2 Prozent.

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Dagegen nahm der Importpreisindex, der die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll zeigt, gegenüber dem August um 0,2 Prozent auf 95,5 Punkte ab, gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 2,3 Prozent tiefer.

Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten vor allem Erdöl (roh) und Erdgas. Dasselbe galt für Gemüse, Gartenbauprodukte, Wäsche, Diesel und Heizöl. Preiserhöhungen gab es dagegen für Zitrusfrüchte, Bekleidung aus gewirktem und gestricktem Stoff, Benzin, Aluminium und daraus hergestellte Produkte sowie Computer.

(awp/ise/ama)