Die französische Wirtschaft wächst wieder. Das Bruttoinlandprodukt legte von Juli bis September um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu, wie das französische Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Dafür sorgen vor allem steigende Konsumausgaben. Im zweiten Vierteljahr hatte das Wachstum in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone noch stagniert.

Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal dagegen an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September wegen der Kauflaune der Verbraucher um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das deutsche Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Auch in Deutschland zeigte sich der private und staatliche Konsum als BIP-Stütze.

Vorsichtige Investitionen

Im Frühjahr hatte es in Deutschland noch zu einem Anstieg von 0,4 Prozent gereicht. Grund für die Abschwächung ist eine stotternde Weltkonjunktur. Lange Zeit boomende Schwellenländer wie China stecken in einer Schwächephase, andere wie Brasilien und Russland sogar in der Rezession. Das dämpft die deutschen Exporte.

Angesichts der ungewissen Aussichten auf den wichtigen Absatzmärkten sind viele deutsche Unternehmen vorsichtig: Ihre Investitionen sanken leicht, wie die Statistiker ermittelten.

Grosse Handelspartner

Deutschland ist der grösste Handelspartner der Schweiz. 15 Prozent der Ausfuhren gingen 2014 ins nördliche Nachbarland. Sechs Prozent der Exporte ging nach Frankreich.

(reuters/ise)