Sollte die Politik die hinter den Schwierigkeiten Griechenlands und anderer Staaten liegenden Probleme nicht anpacken, sei eine Katastrophe denkbar, warnt die BIZ in ihrem am Sonntag in Basel veröffentlichten Jahresbericht.

"Um es klar zu sagen: Die Marktturbulenzen rund um die Schuldenkrise in Griechenland, Irland und Portugal sind nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was bevorstünde, wenn die Anleger ihr Vertrauen in die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen einer grossen Volkswirtschaft verlieren würden."

Notwendig seien beherzte Massnahmen "gegen die übermässige Verschuldung des privaten wie auch des öffentlichen Sektors, um eine solide Grundlage für ein hohes, ausgewogenes reales Wachstum und ein stabiles Finanzsystem zu schaffen", heisst es in dem Bericht.

Dazu müssten die Staatsdefizite in den von der Krise am stärksten betroffenen Ländern unverzüglich und entschieden abgebaut werden. Dass rigorose Sparmassnahmen wie in Griechenland die Konjunktur belasten oder gar zu einer Rezession führen können, lässt die BIZ nicht als Gegenargument gelten: "Das grösste Risiko ist nicht 'zu viel zu früh' zu tun, sondern 'zu wenig zu spät'".

(cms/sda)

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