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Bedenken
BIZ warnt vor trügerischer Ruhe an Finanzmärkten

BIZ Gebäude in Basel
BIZ in Basel: Schwankungen im August waren nur von kurzer Dauer. KeystoneQuelle: Keystone .

Die Schwankungen an den weltweiten Finanzmärkten ist derzeit ungewöhnlich gering. Darauf weist die Basler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in ihrem veröffentlichten Quartalsbericht hin.

Veröffentlicht am 14.09.2014

An den weltweiten Finanzmärkten kommt es nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) derzeit zu ungewöhnlich geringen Schwankungen. In ihrem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht weist das in Basel ansässige Institut zudem darauf hin, dass Anleger auf der Suche nach einträglichen Renditen im Niedrigstzins-Umfeld die Preise an den Märkten immer mehr in die Höhe trieben.

Dies sei eine Folge der extrem lockeren Geldpolitik von Notenbanken weltweit. Damit deutete die BIZ eine Gefahr an, auf die sie in jüngster Zeit bereits hingewiesen hatte: Dass eine aus ihrer Sicht trügerische Ruhe an den Märkten derzeit verdecken könnte, dass einige Investoren inzwischen längst immense Risiken aufgebaut hätten.

Kreditwachstum in einigen Ländern nicht nachhaltig

Zuvor hatte das Institut davor gewarnt, dass das gegenwärtige Wachstum auf den Immobilien- und Kreditmärkten einiger Länder nicht von Dauer sein könne. Mit dem Verweis auf die extrem geringen Schwankungen signalisiert die BIZ, dass die Märkte zu starr geworden sind, um künftige Verwerfungen zu verkraften.

Die Bank gilt als «Zentralbank der Zentralbanken» und hat als Drehkreuz für den Austausch von Notenbankern einen Überblick über das Marktgeschehen. Sie gehörte zu den wenigen Institutionen, die vor der Finanzkrise 2007 gewarnt hatten.

Schwankungen im August vorübergehend

Am Sonntag erklärte die BIZ, die Schwankungen an den internationalen Finanzmärkten hätten im August zwar vorübergehend zugelegt, weil Anleger sich über politische Krisen Sorgen gemacht und am Wirtschaftswachstum gezweifelt hätten. Diese Bedenken seien aber schon bald in den Hintergrund getreten, als die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen gesenkt und milliardenschwere Konjunkturmassnahmen ankündigte.

(sda/moh/chb)

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