Kaderangestellte in der Schweiz müssen Bescheidenheit lernen. Wie schon 2014 steigen ihre Grundsaläre im laufenden Jahr um weniger als ein Prozent. Das zeigt die 33. Ausgabe des Lohnreports, der massgeblichen Kaderlohnstudie der Unternehmensberatung Kienbaum in Zusammenarbeit mit der Handelszeitung.

Noch vor wenigen Jahren konnten die Führungskräfte der obersten vier Führungstufen ohne Weiteres Gehaltssteigerungen von drei bis vier Prozent durchsetzen – und das mehrere Jahre hintereinander. Diese Zeiten sind vorbei: Nie seit dem Jahr 2005 waren die Lohnsteigerungen so gering wie in den letzten beiden Jahren.

Weniger Lohn in der Handelsbranche

In einzelnen Branchen wie dem Handel müssen die Kader im Schnitt gar mit weniger gefüllten Lohntüten leben. Weiter zeigt der Lohnreport, dass nicht einmal neun Prozent der Chefs mehr als 300'000 Franken nach Hause tragen. Zwei Drittel der Kader bekommen ein Gehalt zwischen 120'000 und 220'000 ausbezahlt. Für mehr als die Hälfte ist bei 180'000 Franken Schluss.

Für die Kienbaum-Studie wurde fast 12'000 Einzel-Gehälter aus 460 Unternehmen für 46 Funktionen ausgewertet. Keine andere Studie leuchtet die Kaderlöhne in der Schweiz detaillierter aus.

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