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Boomende US-Wirtschaft lässt Börsianer jubeln

18'000 Punkte dürften bald geknackt werden: Der US-Arbeitsmarkt hilft mit.  Keystone

Gute Job-Daten haben die Indizes Dow Jones und S&P 500 auf neue Rekordhöhen getrieben. Die Arbeitsmarktzahlen signalisieren den anhaltenden Aufschwung der weltgrössten Volkswirtschaft.

Veröffentlicht am 05.12.2014

Starke Arbeitsmarktzahlen haben die US-Börsen zum Wochenschluss angetrieben. Der Dow-Jones-Index und der S&P 500 schlossen so hoch wie nie zuvor. Vor allem Banken-Werte legten zu. «Der Job-Bericht stützt die These, dass es mit der Wirtschaft aufwärts geht», sagte Adam Sarhan von Sarhan Capital in New York. «Und je mehr die Wirtschaft brummt, desto mehr brummt es auch bei den Finanz-Konzernen.»

Im November entstanden 321'000 neue Jobs - so viele wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Damit wurden bereits den zehnten Monat in Folge mehr als 200'000 Arbeitsplätze geschaffen.

Anhaltender Aufschwung

Eine so lange Erfolgssträhne gab es zuletzt vor 20 Jahren, erklärte das Arbeitsministerium am Freitag. Damit rückt eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) näher, zumal auch die Löhne zulegten und einen anhaltenden Aufschwung der konsumabhängigen weltgrössten Volkswirtschaft signalisieren.

«Der Arbeitsmarkt hat erheblich an Schwung gewonnen», sagte Ökonom Robert Wood von der Berenberg Bank. Vor allem Dienstleister und Einzelhändler heuerten in Erwartungen eines starken Weihnachtsgeschäfts mehr Mitarbeiter an. Aber auch Industrie und Baubranche stellten verstärkt ein.

Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit 2008

Das positive Bild wird noch dadurch abgerundet, dass der Stellenzuwachs im September und Oktober um insgesamt 44'000 höher ausfiel als bislang angenommen. Die US-Wirtschaft strotzt derzeit vor Kraft: In den beiden zurückliegenden Quartalen zusammen wuchs sie so stark wie seit 2003 nicht mehr.

Die Arbeitslosenquote - für die Haushalte und nicht Unternehmen befragt werden - verharrte mit 5,8 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Juli 2008. Sie ist allerdings noch nicht im Zielbereich der Notenbank Fed, die erst bei Werten nahe der Fünf-Prozent-Marke von Vollbeschäftigung spricht. Am Markt wird daher frühestens für Mitte nächsten Jahres mit einer Zinserhöhung gerechnet. «Wir rechnen mit einem ersten Schritt im September», sagte Wood.

Guter Tag für US-Börsen

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 17'958 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 17'903 und 17'991 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte ebenso um 0,2 Prozent auf 2075 Zähler wie der Index der Technologiebörse Nasdaq, der mit 4780 Stellen aus dem Handel ging.

In dieser Woche stieg der Dow damit um 0,7 und der S&P um 0,4 Prozent, während die Nasdaq 0,2 Prozent nachgab. Zu den Kursgewinnern zählten vor allem Finanztitel. Bank of America stiegen um 2,7 und Goldman Sachs um 1,8 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,75 Milliarden Aktien den Besitzer. 1612 Werte legten zu, 1480 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1809 im Plus, 927 im Minus und 129 unverändert.

(reuters/sda/gku)

 

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