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Brasilien kratzt an «Ramschniveau»

Dilma Rousseff: Sie und ihr Vizepräsident Michel Temer haben Wirtschaftsprobleme. Keystone

Brasilien muss einen Abzug von Investoren und damit eine Verschärfung der tiefen Wirtschaftskrise fürchten. Eine Rating-Agentur sieht den Staat praktisch auf Ramsch-Niveau.

Veröffentlicht am 12.08.2015

Die US-Ratingagentur Moody's stufte die Kreditwürdigkeit Brasiliens auf «Baa3» herunter.

Das bedeutet, es bestehen Risiken, dass Gelder verloren gehen - die nächste Stufe wäre eine Warnung, dass der Kauf von Anleihen mit einem hohen Ausfallrisiko verbunden ist. Das Land leidet unter offiziell 9,56 Prozent Inflation innerhalb eines Jahres, der höchste Wert seit 2003.

Steigende Preise

Die Bürger ächzen derzeit unter steigenden Preisen. Der Konsum schwächelt. Die Industrieproduktion brach im ersten Halbjahr um 6,3 Prozent ein. Die Zentralbank hat den Leitzins auf 14,25 Prozent angehoben - um Anleger für den Kauf von Staatsanleihen anzulocken und so den Real zu stärken, der an Wert zum Dollar verliert. Für 2015 wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung in Brasilien um 2,1 und der Investitionen um 9 Prozent erwartet.

(sda/chb)

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