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Einschätzung
Brexit: Finanzindustrie droht «Dekade der Unsicherheit»

Brexit-Befürworter: Im Juni fällt die Entscheidung. Keystone

Die Finanzindustrie hätte unter einem Ausscheiden Grossbritanniens aus der EU zu leiden. Eine neue Studie schätzt nun die Kosten eines Brexit für die Branche. Die Zahl ist astronomisch hoch.

Veröffentlicht am 11.05.2016

Ein Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europäischen Union könnte einer Studie zufolge die Finanzfirmen des Landes in den kommenden zehn Jahren umgerechnet rund 21,5 Milliarden Euro kosten. Das schätzen die Experten der Regulierungs-Beratungsfirma JWG.

Es werde eine Dekade der Unsicherheit geben, hiess es in einer am Dienstag veröffentlichten JWG-Studie. Die Unternehmen müssten sich in dieser Zeit auf neue Vorschriften einstellen, zugleich seien sie daran interessiert, ihre Geschäfte weiter wie gehabt zu betreiben.  «Die ultimativen Gewinner werden die Berater, Anwälte und Technologieexperten sein», hiess es. Die Briten stimmen im Juni in einem Referendum über die Zukunft ihres Landes in Europa ab.

Kursverfall des Pfund

Die grossen Unternehmen des Landes stellen sich auf einen Kursverfall des Pfund um mehr als zehn Prozent ein, sollte Grossbritannien die EU verlassen. Vier Fünftel dieser Firmen hätten bereits entsprechende Absicherungsgeschäfte abgeschlossen, ergab eine Umfrage der Banken-Experten von East&Partners.  Kleine und mittelgrosse Unternehmen hätten geringere Bedenken. Seit Anfang Dezember hat das Pfund etwa zehn Prozent an Wert verloren.

(sda/mbü/me)

 

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