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Job-Markt
Britische Arbeitslosigkeit auf Langzeittief

Londoner auf dem Weg zur Arbeit: Joblosigkeit so tief wie vor über 40 Jahren. Keystone

Zuletzt waren 1975 so wenige Briten ohne Job: Die Arbeitslosigkeit ist trotz Unsicherheit durch den Brexit auf einen Niedrigstand gesunken. Allerdings gibt es einen Wehrmutstropfen.

Veröffentlicht am 12.07.2017

Die Arbeitslosigkeit in Grossbritannien ist ungeachtet der Verunsicherung durch den geplanten EU-Austritt auf den tiefsten Stand seit 1975 gesunken.

Zwischen März und Mai ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 4,5 Prozent zurück, wie das Statistikamt am Mittwoch in London mitteilte. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm zugleich um 175'000 zu, was die Beschäftigungsquote auf das Rekordhoch von 74,9 Prozent trieb.

Teuerungsrate auf höchsten Stand seit fast vier Jahren

Allerdings schrumpfen die Reallöhne angesichts der steigenden Inflation. Sie gaben um 0,7 Prozent nach und damit so kräftig wie seit drei Jahren nicht mehr. Zwar stiegen die Löhne um durchschnittlich 1,8 Prozent, doch liess die Inflation davon nichts übrig.

Die Teuerungsrate erreichte im Mai mit 2,9 Prozent den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Ein Grund dafür ist die schwächelnde Landeswährung Pfund, die nach dem Brexit-Votum kräftig abgewertet hat und Importe teurer macht.

Die Bank of England verfolgt die Lage genau, da sie von der Preisentwicklung ihre Geldpolitik abhängig macht. Der Leitzins liegt auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Um die Inflation einzudämmen, könnte die Notenbank den Zins erhöhen.

(reuters/me)
 

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