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Misstrauen
Bulgarien borgt Milliarden, um Bank zu retten

Bankrun in Bulgarien: Verunsicherte Kunden hoben zuletzt viel Geld ab.   Keystone

Das südosteuropäische Land macht neue Milliardenschulden, um ein in Schieflage geratenes Finanzinstitut zu retten. Zuvor hatte es in Bulgarien einen regelrechten Bankrun gegeben.

Veröffentlicht am 16.07.2014

Bulgarien macht neue Milliardenschulden, um die ins Trudeln geratene CorpBank zu retten. Bis zu 3,4 Milliarden Lew – umgerechnet rund 2,1 Milliarden Franken – müssten an den Finanzmärkten im In- und Ausland aufgenommen werden, teilte Finanzminister Petar Tschobanow am Mittwoch mit.

Dadurch dürfte sich das Haushaltsdefizit auf 2,7 Prozent von bisher geplanten 1,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts ausweiten. 80 Prozent der neuen Schulden würden für die Corpbank benötigt, sagte der Minister. Mit den übrigen Geld würden niedriger als erwartet ausgefallene Steuereinnahmen ausgeglichen und Ausgaben im Gesundheitswesen finanziert.

Berichte über dubiose Geschäfte lösten Bankrun aus

Die bulgarische Zentralbank entzog vergangene Woche der viertgrössten Bank des Landes die Lizenz und begründete dies mit Hinweisen auf Fehlverhalten. Medienberichte über zweifelhafte Geschäfte hatten im vergangenen Monat einen Ansturm der Kunden ausgelöst, die ihr Geld bei der Bank abheben wollten.

(awp/sda/reuters/moh)

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