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Devisen
Bund zahlt Millionen für teure Euro-Vorräte

Die Finanzverwaltung des Bundes kauft Euro und Dollar im Voraus. Bleibt der Kurs wie aktuell um 1.05 Franken, hat der Bund bis zu 90 Millionen Franken zu viel bezahlt.

Veröffentlicht am 05.02.2015

Der Bund kauft Euro und Dollar auf Vorrat. Manchmal legt er sich Devisen ein Jahr und länger im Voraus zu. Der Grund: Planungssicherheit im Budget. Diese Taktik kommt die Finanzverwaltung allerdings teuer zu stehen: Sie hat ihre Euro zu einem Kurs von 1.20 Franken erworben. Bleibt die Gemeinschaftswährung bis Ende Jahr so günstig wie jetzt, hätte der Bund 90 Millionen Franken zu viel bezahlt, wie das SRF berichtet.

Diese Zahl ist zwar nicht gesichert, da sich der Kurs von derzeit um die 1.05 Franken jederzeit ändern kann. Darum sei eine Kostenrechnung spekulativ, stellte Philipp Rohr von der Eidgenössischen Finanzverwaltung fest und sagte im SRF: «Wenn wir trotzdem diese Annahme treffen, entgehen dem Bund vermutlich 60 bis 90 Millionen Franken.»

Bund zahlt seit Jahren drauf

Der Bund begründet sein Verfahren mit Planungssicherheit und der Tatsache, dass die Finanzverwaltung genauso gewinnen wie verlieren könne. In einem Jahr sei es so, in einem anderen so. Damit glichen sich Verluste durch zu teure Währungseinkäufe wieder aus.

Von 2009 bis 2013 jedenfalls hat es mit einem Gewinn schlecht ausgesehen: Der Bund zahlte durch zu teure Euro- und Dollareinkäufe in diesen Jahren fast 200 Millionen Franken drauf.

(me/tno)
 

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