Im Gegensatz zum europäischen Umfeld, allem voran den südlichen Ländern, wächst in der Schweiz der Champagnerkonsum nach wie vor. Allerdings nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren, wie die «Handelszeitung» in ihrem Branchenreport «Champagner» schreibt.

2011 wurden rund 5,68 Millionen Flaschen des französischen Luxusweins in die Schweiz importiert, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Wachstumskurve, die 2010 noch bei 12 Prozent gelegen hatte, flachte allerdings deutlich ab. Dieser Trend wird sich 2012 fortsetzen. Die hiesigen Importeure, die jeweils für jährlich 95 Millionen Euro Champagner einkaufen, rechnen mit einer Stagnation des Champagnergeschäfts in der Schweiz. Das Land ist weltweit nach wie vor der siebtwichtigste Käufer in der Champagne, allerdings mehr und mehr bedrängt von Australien (+32 Prozent).

Einkauftourismus auch beim Champagner

Das bedeutet allerdings nicht, dass in der Schweiz weniger Champagner getrunken wird. Der Pro-Kopf-Konsum pendelt um 0,7 Liter. Zu schaffen macht den Importeuren, Grossverteilern und Detaillisten der Einkaufstourismus. Champagner sei ein beliebtes Mitbringsel im grenzüberschreitenden Einkaufstourismus, bestätigt Silvain Carnal, Generaldirektor von Vranken Pommery, Lausanne.

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Beziffern liessen sich die Direktimporte allerdings für 2012 noch nicht, im Moment stünde man – mit Blick auf die Festtage – mitten drin in der für Champagner wichtigsten Zeit. 2011 hatte sich der Durchschnittspreis des durch den Handel importierten Champagners um 6,6 Prozent auf knapp 17 Euro verteuert. Im Ausland hingegen haben die Preise stagniert und damit den Einkauf im kleinen Grenzverkehr attraktiver gemacht.

Von den rund 10’000 Champagnermarken sind gemäss «Handelszeitung»-Schätzung gegen 4000 in der Schweiz erhältlich. Fünf Importeure teilen sich mehr als die Hälfte des hiesigen Marktes. Was die Beliebtheit des Luxusweines betrifft, besitzt dieser ein Übergewicht in der Westschweiz. Mehr als zwei Fünftel des importierten Champagners werden in der Romandie getrunken.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.