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Zeitmesser
China bremst Schweizer Uhrenexporte

Journalisten bewundern Uhren von IWC: Schweizer Uhren verkauften sich in China heuer schlechter. (Bild: Keystone)

Grundsätzlich sind Schweizer Uhren weiterhin weltweit begehrt. Der Einbruch der Nachfrage in China sorgte zuletzt allerdings für stagnierende Exportzahlen.

Veröffentlicht am 19.12.2013

Die Exporte der Schweizer Uhrenindustrie haben im November praktisch stagniert. Während die Verkäufe nach Westeuropa, Nahost, Afrika und Südamerika zunahmen, brachen sie in China um 26,8 Prozent ein.

Auch in Hongkong - die chinesische Sonderverwaltungszone und asiatische Handelsdrehscheibe ist der weltweit wichtigste Exportmarkt der Schweizer Uhrenindustrie - ist das Minus (-6,5 Prozent) beträchtlich.

Nur China rückläufig

Für die ersten elf Monate beträgt der Rückgang laut Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) und dem Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) in Hongkong 6,0 Prozent und in China 15,0 Prozent.

In den anderen Ländern der Top 5 der Absatzmärkte nahmen die Käufe von Schweizer Uhren dagegen zu. Dazu gehören die USA (+2,4 Prozent), Deutschland (+9,8 Prozent) und Italien (+5,1 Prozent). Am grössten ist das Plus von Januar bis November in Kuwait (+41,8 Prozent) sowie in den sich erholenden Euro-Staaten Belgien (+39,6 Prozent) und Belgien (+35,6 Prozent).

Umsatz gehalten, trotz geringerer Stückzahl

Die Verkäufe hätten im November auf hohem Niveau gehalten werden können, bilanzierte die FH. Eine Steigerung sei aufgrund des gegenüber dem Vorjahresmonat fehlenden Arbeitstages schwierig gewesen. So nahmen die Ausfuhren nominal um 0,5 Prozent auf gut 2,1 Milliarden Franken ab.

Im Oktober hatte das Plus 1,1 Prozent betragen. Für die ersten elf Monate 2013 steht somit noch ein Plus von 1,7 Prozent auf 19,9 Milliarden Franken zu Buche.

Abgenommen haben im vergangenen Monat die Verkäufe in allen Preisklassen, ausser von Uhren für 200 bis 500 Franken. Bei den teuersten Zeitmessern mit Preisen von über 3000 Franken nahm die Stückzahl zwar um 4,0 Prozent ab, der Umsatz konnte dank des Absatzes höherpreisiger Uhren dennoch gehalten werden.

(sda/jev)

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