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Verschiebung
China erstmals wichtigster Handelspartner Deutschlands

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel und Chinas Präsident Xi Jinping: Die Zusammenarbeit läuft. Keystone

Die USA sind nicht mehr Deutschlands wichtigster Handelspartner. Sie sind sogar auf Platz drei abgerutscht. Nummer eins ist China, Nummer zwei ein Nachbarland Deutschlands.

Veröffentlicht am 24.02.2017

China ist 2016 erstmals zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufgestiegen. Importe und Exporte zwischen beiden Ländern summierten sich auf fast 170 Milliarden Euro, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlagen.

Auf Platz zwei kommt Frankreich mit gut 167 Milliarden Euro. Auf den dritten Rang rutschten mit fast 165 Milliarden Euro die Vereinigten Staaten, die 2015 noch die Nummer eins waren.

Grösster Exportkunde: USA

«Angesichts der protektionistischen Pläne des neuen US-Präsidenten kann damit gerechnet werden, dass die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China in Zukunft noch weiter ausgebaut werden», erklärte der Aussenhandelsverband BGA. Nach dem Einfrieren der Verhandlungen um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP sei es wichtig, dass sich die EU-Handelspolitik «nun aktiv Asien zuwendet».

Grösster Exportkunde der deutschen Wirtschaft bleiben hingegen die USA. Dorthin wurden Waren im Wert von fast 107 Milliarden Euro verkauft. Auf Platz zwei folgt Frankreich mit gut 101 Milliarden Euro. Das Nachbarland war von 1961 bis 2014 ununterbrochen größter Abnehmer von Waren «Made in Germany» und wurde 2015 von den Vereinigten Staaten abgelöst. Auf dem dritten Rang folgt Großbritannien mit 86 Milliarden Euro.

Kritik aus dem Trump-Lager

Den grössten Handelsüberschuss erwirtschaftete Deutschland mit Großbritannien: Die Exporte dorthin übertrafen die Importe hierher um mehr als 50 Milliarden Euro. Auf Rang zwei kommen die USA mit 49 Milliarden Euro vor Frankreich mit knapp 36 Milliarden Euro. Insgesamt erzielte Deutschland 2016 einen Exportüberschuss von mehr als einer viertel Billion Euro.

Die Kritik daran wird unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump lauter: Sein Wirtschaftsberater wirft Deutschland, China und anderen Staaten Währungsmanipulationen zulasten der USA vor. Auch wurden Gegenmassnahmen wie Strafzölle ins Spiel gebracht. 

(sda/tno/cfr)

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