Die Inflation in China ist im Juni schneller als erwartet gestiegen. Mit einem starken Zuwachs der Lebensmittelpreise legte der Konsumentenpreisindex um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt in Peking berichtete.

Im Mai war die Inflation noch auf 2,1 Prozent zurückgegangen. Die Nahrungsmittelpreise allein stiegen im Juni um 4,9 Prozent, während die Preise für frisches Gemüse sogar um 9,7 Prozent zulegten.

Als ein Zeichen für die schwächere Konjunktur in China ging der Produzentenpreisindex allerdings um 2,7 Prozent zurück.

China stützt – ETFs belasten

Daher nahmen Anleger verstärkt Kurs auf den «sicheren Hafen» Gold. Das Edelmetall verteuerte sich um bis zu zwei Prozent auf 1260,01 Dollar je Feinunze. Verstärkt werde die Aufwärtsbewegung durch den Sprung über die charttechnisch wichtige Marke von 1245 Dollar, sagte ein Börsianer.

Der anhaltende Mittelabfluss aus börsennotierten Gold-Fonds (ETFs) bremste allerdings die Erholung der Kurse. Die Edelmetall-Bestände der ETFs fielen am Montag auf 58,348 Millionen Feinunzen und lagen damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011. Die Bestände des weltgrössten Gold-Fonds SPDR Gold markierten mit 30,929 Millionen Feinunzen sogar ein Viereinhalb-Jahres-Tief.

(rcv/tno/sda/reuters)