China will amtlichen Medien zufolge mit milliardenschweren Investitionen in die Infrastruktur das Wirtschaftswachstum ankurbeln. In den letzten drei Wochen bewilligte die Reformkommission NDRC 21 Projekte mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet knapp 110 Milliarden Franken.

Wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag meldete, sind unter anderem der Bau von 16 Bahnhöfen und 5 Flughäfen geplant. Zudem kündigte Präsident Xi Jinping nach einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus mehreren Nachbarstaaten an, mit knapp 39 Milliarden Franken den Aufbau eines regionalen Infrastrukturfonds mit dem Namen «Seidenstrasse» zu fördern. Damit solle «der verkehrstechnische Flaschenhals» in Asien beseitigt werden, berichteten Staatsmedien.

Chinas Wachstum so schwach wie lange nicht

In China hat sich das Wachstum im dritten Quartal auf 7,3 Prozent verlangsamt, dem niedrigsten Wert seit dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise.

Das langsamere Wachstum in China ist zu einem gewissen Grad bewusst gewollt von der Regierung. Chinas Staatsführung will eine grundlegende Umstrukturierung der Wirtschaft anstossen. Dafür will sie auch geringere Wachstumsraten in Kauf nehmen. Mit 7,5 Prozent liegt das Regierungsziel weit unter dem zweistelligen Turbo-Wachstum der vergangenen Jahrzehnte. Sollte es in diesem Jahr bei dem Tempo bleiben, wäre es das langsamste Wachstum seit 24 Jahren.

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(awp/reu/sda/moh)