Chinesische Unternehmen haben im vergangenen Jahr erstmals mehr Geld im Ausland investiert als ausländische Unternehmen in China. Die Investitionen chinesischer Unternehmen stiegen 2015 um mehr als 18 Prozent auf eine Rekordsumme von mehr als 145 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag meldete.

Gemäss der Statistik flossen demgegenüber 135,6 Milliarden Dollar ausländischer Investoren ins Land. Das Handelsministerium erklärte, Gründe für diese Entwicklung seien die «Betonung der nationalen Stärke», eine vertiefte Zusammenarbeit und die Strategie der Regierung, chinesische Firmen zu Auslandsinvestitionen zu ermutigen, um zu wachsen.

Märkte nutzen

Chinesische Firmen müssten «internationale Ressourcen und Märkte nutzen, um sich zu ändern und zu verbessern», sagte ein Vertreter des Ministeriums. Chinas Wirtschaft wächst derzeit so schwach wie seit 25 Jahren nicht. Probleme bereiten Überkapazitäten, eine niedrige Inlandsnachfrage sowie steigender Energie- und Rohstoffverbrauch.

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Die grösste Auslandsinvestition ist der Kauf von Syngenta. Der chinesische Staatskonzern ChemChina bietet 43 Milliarden Dollar für die Basler. Das Kaufangebot läuft noch.

(awp/ise)